Friday, April 27, 2007
All we need is LoVe!
Während die Serie selbst in quälend langer Pause ist, entwickelt sich das Real-Life Drama um VERONICA MARS zu einer Show für sich. Auf der Shortlist der Most Endangered TV-Serien dieser Saison längste Zeit auf Platz 1, in letzter Minute von den Stimmen der GILMORE GIRLS Anhängerschaft verdrängt und laut Showrunner Rob Thomas trotz alle dem weiterhin für eine 4. Staffel im Gespräch: der atemlose Fan wischt sich Angstschweiss von der Stirn. Und schickt glühende Petitionen gen Hollywood. In der armseligen Hoffnung, foreign votes würden vielleicht mehr wiegen. In einer Entscheidung, bei der es allein um Quote, Quote, Quote geht. Und darum, die Werbekunden zufrieden zu stellen. Eine Sicht der Dinge, die der ergebene Serienjunkie konsequent auszublenden weiß. In den Wochen vor den Upfronts jedoch einmal mehr bittere Realität wird.
Tuesday, April 24, 2007
Die Rückkehr der Helden
Lange hat man uns warten lassen. Auf die Folge 19 von HEROES. Und hat sich das Warten gelohnt? Ganz ehrlich: Ich bin mir unsicher. Für jemanden, der schon innerhalb einer einzigen Folge von HEROES immer wieder den Faden verliert, ist es einfach zu viel verlangt, 6 Wochen und 3 neue Serien später den Faden bzw. die diversen Fäden wieder aufzunehmen. Fest steht: Nathan Petrelli war beim Frisör in der Zwischenzeit. Und da sagt die Continuity: No No No! Ansonsten hoffe ich, dass "the return" in den USA mit dem üblichen Reklame-Pomp begleitet wurde. Wär ja schon schad, würd die Serie untergehen, bevor die Cheerleader die Welt gerettet haben (...oder wie war das noch mal?)
Sunday, April 15, 2007
Psycho killer, ques que ce?
Dexter Morgan ist Forensiker. Von Beruf. In seiner Freizeit ist er Serienkiller. Womit sich DEXTER auf ebenso erstaunliche wie erschreckende Art von seiner Serien-Verwandschaft C.S.I., BONES und COLD CASE unterscheidet.
Zahllose stoffliche wie visuelle Bezüge jagen dem Connaisseur Freuden- wie Angstschauer über den Rücken. Erinnerungen an die Geschichten von James Ellroy, an Patrick Bateman in AMERICAN PSYCHO oder an THE SHINING werden wach. Und wenn Dexter seine Opfer vor ihrer Hinrichtung aufbahrt, so lassen sich durchaus gewisse Parallelen zum Setting im Leichenkeller von Fischer & Sons erkennen. Fast ist man versucht, Michael C. Hall's Darstellung in SIX FEET UNDER umzudeuten, hinter dem Touch von "neat-freak", den er bereits David verpasst hat, eine soziopathische Ader zu vermuten. DEXTER lebt von Hall's Performance, von seinen teils lakonischen, teils ironischen, manchmal fast schon humorigen Kommentaren aus dem Off, dem spielerischen Wechsel zwischen warmherzig und kaltblütig, seiner bloßen körperlichen Präsenz. Die zweite tragende Rolle spielt Miami, das eine völlig surreale Atmosphäre schafft und das beschriebene Wechselbad der Gefühle in Schauplätze übersetzt.
Zahllose stoffliche wie visuelle Bezüge jagen dem Connaisseur Freuden- wie Angstschauer über den Rücken. Erinnerungen an die Geschichten von James Ellroy, an Patrick Bateman in AMERICAN PSYCHO oder an THE SHINING werden wach. Und wenn Dexter seine Opfer vor ihrer Hinrichtung aufbahrt, so lassen sich durchaus gewisse Parallelen zum Setting im Leichenkeller von Fischer & Sons erkennen. Fast ist man versucht, Michael C. Hall's Darstellung in SIX FEET UNDER umzudeuten, hinter dem Touch von "neat-freak", den er bereits David verpasst hat, eine soziopathische Ader zu vermuten. DEXTER lebt von Hall's Performance, von seinen teils lakonischen, teils ironischen, manchmal fast schon humorigen Kommentaren aus dem Off, dem spielerischen Wechsel zwischen warmherzig und kaltblütig, seiner bloßen körperlichen Präsenz. Die zweite tragende Rolle spielt Miami, das eine völlig surreale Atmosphäre schafft und das beschriebene Wechselbad der Gefühle in Schauplätze übersetzt.
Sunday, April 1, 2007
Let's get married, shall we!
Nachdem wir seit vergangenem Herbst wieder ein wöchentliches Date mit Ally McBeal alias Calista Flockhart in der so kitischigen wie großartigen (und gerade für den Banff World Television Award nominierten) Serie BROTHERS & SISTERS haben, ist nun auch M. Pfeiffer's Hubby und Writing-Wunderkind David E. Kelley zurück mit einer neuen Show. Und zum ersten Mal verlässt Mr. Kelley die ihm so vertrauten Gefilde der Rechtsfindung und Rechtssprechung, um sich in einem völlig neuen Berufsfeld auszuprobieren: dem Hochzeit-Planen. Wer jetzt "TV for the illiterate" erwartet, wie er es derzeit mit FRANK - DER WEDDINGPLANER auf Pro7 geboten bekommt, sei beruhigt: THE WEDDING BELLS ist eine durch und durch geskriptete Serie mit allem, was man sich so spät in der Fernsehsaison noch wünschen kann. Hübsche Figuren in hübschen Kleidern, hübsche Figuren in hübschen Kleidern. Ach, und erwähnte ich schon die hübschen Figuren in ihren hübschen Kleidern? Streckenweise war ich auch von den Dialogen zwischen den Figuren bestens unterhalten. Ihr Hauptthema, der Titel lässt es bereits erahnen: Love and Marriage. Und die unsägliche Kombination aus Gefühlschaos und Kontrollwahn, die die Vorbereitungen einer Hochzeit begleitet.
Zumindest für die ersten 5 Folgen liefert dieser Ansatz ausreichend Stoff. Für mehr scheint es jedoch - bedauerlicher Weise, wie ich finde - nicht gereicht zu haben. Denn den verbleibenden Folgen droht nun das selbe Schicksal wie SIX DEGREES: Sie werden im Netz ausgestrahlt. Ein langsamer Tod, der insbesondere für die Zuschauer diesseits des Ozeans umso bedauerlicher ist, als er nicht live miterlebt werden kann.
Zumindest für die ersten 5 Folgen liefert dieser Ansatz ausreichend Stoff. Für mehr scheint es jedoch - bedauerlicher Weise, wie ich finde - nicht gereicht zu haben. Denn den verbleibenden Folgen droht nun das selbe Schicksal wie SIX DEGREES: Sie werden im Netz ausgestrahlt. Ein langsamer Tod, der insbesondere für die Zuschauer diesseits des Ozeans umso bedauerlicher ist, als er nicht live miterlebt werden kann.
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