Saturday, March 31, 2007
Achtung! Road Block!
Warum ABC ein Lead-in wie GREY'S ANATOMY an eine Show wie OCTOBER ROAD verschwendet, wird wohl eines der ungelösten Rätseln bleiben, die uns die Network-Executives in diesem Fernseh-Frühjahr aufgeben. OCTOBER ROAD ist so inspirationsfrei, dass man fassungslos vor der Mattscheibe verweilt, für den Fall, dass sich das Ganze doch noch als ein großer Irrtum herausstellt. Tut es aber nicht. Auch in Folge 2 bleibt die Serie von Josh Appelbaum, André Nemec und Scott Rosenberg witzlos, hölzern und peinlich. Zumindest zwei der beiden Herren bringen Erfahrungen als staff-writer für ALIAS mit - eine Serie, die ich persönlich noch nie gesehen hab. Die den beiden Autoren aber zumindest bescheinigt, keine blutigen Anfänger zu sein. Genau so wirkt aber OCTOBER ROAD: wie ein Erstlingswerk. Wie der ungelenke Versuch eines Filmstudenten, im Seminar "Serielles Erzählen" irgendetwas zu produzieren, was tragfähig sein könnte. Zumindest den Piloten lang. Und so wird die eigene bescheidene Biographie bemüht: Der Drehbuchautor mit dem Writer's Block ist in der Serie "nur" mehr Autor (soviel Fiktion muss sein!), die spießige Kleinstadt, der man versucht hat zu entfliehen und in die man jetzt wieder zurückkehren muss (Stichwort: face your fears!), ist malerischer, das Highschool-Sweetheart hübscher und die alten Haberer hässlicher. But what the heck! Hauptsache die Idee sitzt. Und lässt sich verkaufen. Und offensichtlich hat sie sich verkaufen lassen. Weil hier ist sie! Klein und engstirnig macht sie sich breit am Donnerstag Abend. Und will gemocht werden. Und seltsam genug: sie wird gemocht. Zumindest den Quoten nach. Einmal mehr beweisen die Nielsen-Zahlen, dass über 8 Millionen Amerikaner DOCH irren können. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
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